Hattuša
Ḫattuša oder Hattuscha war vom späten 17. bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts v. Chr. die Hauptstadt des Hethiter-Reiches.
- Land
- Türkei
- Region
- Çorum Province
- Kultur
- Hittite
- Zeitraum
- 17th–13th centuries BCE
- UNESCO
- Welterbe ↗
Durch die Zeit
Die Geschichte
Ḫattuša oder Hattuscha war vom späten 17. bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts v. Chr. die Hauptstadt des Hethiter-Reiches. Ihre Überreste liegen in der türkischen Provinz Çorum beim Ort Boğazkale (früher Boğazköy) im anatolischen Hochland, etwa 180 Kilometer östlich von Ankara. Nördlich der antiken Landschaft Kappadokien lag dort im Bogen des Kızılırmak (antik Halysbogen) im 2. Jahrtausend v. Chr. der Kern des Hethiterreiches, in dessen Zentrum Ḫattuša lag.
Ḫattuša liegt am Übergang der Ebene des Budaközü in steiles Bergland im Süden. Auf einer Nord-Süd-Länge von 2,1 Kilometern steigt das Gelände um etwa 280 Meter an. Die am Hang gelegene Fläche ist von zahlreichen Felsen durchbrochen, die in hethitischer Zeit durchweg bebaut waren. Mit einer Fläche von etwa 180 Hektar ist es eine der größten antiken Stadtanlagen der Welt. Die Einwohnerzahlen werden auf zwischen 10.000 und 12.000 geschätzt. Der Ort war vom späten 3. Jahrtausend v. Chr. bis in das 4. Jahrhundert n.
Chr. und erneut in byzantinischer Zeit im 11. Jahrhundert n. Chr. bewohnt. In der Zeit als Hauptstadt war Ḫattuša von einer 6,6 Kilometer langen Stadtmauer umschlossen und konnte über fünf bekannte Tore von außen betreten werden, weitere drei Tore konnten in den Abschnittsmauern innerhalb der Stadt ergraben werden. Der weitaus größere Teil des Geländes harrt noch der Ausgrabung. Bei der ergrabenen Architektur handelt es sich vornehmlich um öffentliche Gebäude, darunter der Königspalast auf dem Hochplateau Büyükkale.
Reste von über 30 Tempelbauten kamen verteilt über die Stadt zutage. Welchen Gottheiten sie zuzuordnen sind, ist in Ermangelung von schriftlichen Zeugnissen nicht klar. Wohnviertel wurden bisher nur zu einem geringen Teil in der Unterstadt freigelegt.
Neben zahlreichen anderen Funden kamen über 30.000 meist fragmentarisch erhaltene Tontafeln ans Licht, die mit Keilschrifttexten in hethitischer, alt-assyrischer und mehreren anderen Sprachen beschrieben waren. Durch die Texte konnten wertvolle Informationen über das Großreich der Hethiter gewonnen werden.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird das Gelände von Boğazköy archäologisch erforscht, zunächst zwischen 1906 und 1912 unter Leitung des Istanbuler Archäologischen Museums und einer wesentlichen Beteiligung der Deutschen Orientgesellschaft und des Deutschen Archäologischen Instituts Istanbul (DAI) (1907) seit 1931 unter Federführung des DAI.
Nach Wikipedia, Lizenz CC BY-SA 4.0.
Was du sehen wirst
- Lion Gate
- Great Temple
- Yazılıkaya
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