Göbekli Tepe
Göbekli Tepe ist der Name einer geographischen Erhebung, auf der seit jüngerer Gegenwart die derzeit ältesten bekannten Großbauten der Menschheit archäologisch untersucht werden.
Foto: Teomancimit · CC BY-SA 3.0
- Land
- Türkei
- Region
- Şanlıurfa Province
- Kultur
- Pre-Pottery Neolithic
- Zeitraum
- 10th–9th millennia BCE
- UNESCO
- Welterbe ↗
Durch die Zeit
Die Geschichte
Göbekli Tepe ist der Name einer geographischen Erhebung, auf der seit jüngerer Gegenwart die derzeit ältesten bekannten Großbauten der Menschheit archäologisch untersucht werden.
Die Bedeutung dieser 1994 von Klaus Schmidt entdeckten prähistorischen Anlagen wird seit etwa 2020 wissenschaftlich kontrovers diskutiert, da das Fehlen von Agrarfläche die bisher gängige These, dass der Ackerbau Impetus für die Sesshaftwerdung war, erstmals infrage stellt.
Die Funktion der Anlage selbst ist ebenfalls Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Debatte. Als am besten etabliert kann die von Schmidt aufgestellte Hypothese gelten, wonach es sich um jungsteinzeitliche Bergheiligtümer handelt, deren Errichtung mit einem Arbeitsaufwand einherging, den zu erbringen nur ein gruppenübergreifendes Bündnis in der Lage gewesen sei. In dieser kognitions-archäologisch konzipierten Betrachtung gilt das Dasein der Monumente als Beleg der These, dass die überschaubar kleinen Jäger-und-Sammler-Gruppen des Homo sapiens bereits vor zwölftausend Jahren fähig waren, politische Organisationen zu vereinbaren.
Der Fundort Göbekli Tepe liegt im türkischen Teil Mesopotamiens, 15 Kilometer nordöstlich der südostanatolischen Stadt Şanlıurfa, auf dem mit 750 Metern höchsten Punkt der langgestreckten Bergkette von Germuş. Der Grabungshügel selbst stellt keine natürliche Erhebung dar, sondern ist ein Tell, dessen Schichten infolge wiederholter Besiedlung nach oben wuchsen. Seine Höhe beträgt ungefähr 15 Meter, sein Durchmesser an der Basis rund 300 Meter.
Seit Mitte der 1990er Jahre werden seine Inhalte von einem Langzeitprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts ausgegraben.
Gegenwärtig unterscheidet man zwei Phasen der Entstehung des Hügels. Die erste reicht bis in das 10. Jahrtausend v. Chr. zurück. Aus dieser Epoche, dem frühen Präkeramischen Neolithikum A, stammen sieben der bislang ausgegrabenen Steinanlagen. Ihre markantesten Teile sind die sog. T-Pfeiler mit ihren kunstvoll herausgearbeiteten Plastiken oder Reliefen, die vorwiegend gefährlich wehrhafte, immer aber auch als Beute geeignete Tiere zeigen.
Nach Wikipedia, Lizenz CC BY-SA 4.0.
Was du sehen wirst
- Enclosure D
- T-shaped pillars
- Animal reliefs
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